Zwischen Chaos und Neuorientierung: Der lange Weg der Reformation in Versmold und dem Ravensberger Land - Vortrag


Im Ravensberger Land und damit auch in Versmold und Bockhorst setzte sich die Reformation nur sehr langsam durch. Mit einer ersten Kirchenordnung von 1525 zielte der Landesherr Herzog Johann III. von Jülich-Kleve-Berg inhaltlich auf einen "reformkatholischen Mittelweg" (Werner Freitag) in der alten Kirche. Eine Visitation der Gemeinden im Jahre 1533 zeigte, dass Luthers Lehren unter den Pfarrern große Irritationen ausgelöst hatten und den moralischen Verfall ihres Standes zunächst noch weiter beschleunigten. Erst ganz allmählich wurden in den alten Strukturen Neues aufgenommen, etwa die Kommunion unter beiderlei Gestalt. Diese konnte im Rahmen der katholischen Messe gespendet werden. Luthers beliebte Kirchenlieder verbreiteten sich. Aber erst 1590 trat mit Pfarrer Gerhard Tittmann die Gemeinde in Versmold endgültig zum neuen Bekenntnis über. Ehe sich die neuen Strukturen hätten verfestigen können, brach der 30jährige Krieg aus, mit dem eine neue Periode der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit begann. Versmold mit dem Ravensberger Land blieben protestantisch, während sich in den angrenzenden Regionen die Re-Katholisierung durchsetzte und damit für die nächsten Jahrhunderte scharfe und trennende Konfessionsgrenzen schuf.

Nur Abendkasse!

1 Abend, 18.10.2017
Mittwoch, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Dr. Rolf Westheider
172 10015 
Ev. Luth. Petri-Kirche, Ravensberger Str., Ravensberger Str., 33775 Versmold
6,00 € / ermäßigt: 4,00 €

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